Chronik

Die geschichtliche Entwicklung unserer Gartensparte

Auszüge aus den Festschriften 50, 75 und 100 Jahre Nordstern

Gründung unserer Sparte:

In den Frühjahrstagen des Jahres 1906 konnte man eine Emsigkeit von Männern beobachten, welche auf dem Gelände gegenüber den „Paradiesgärten“ sich abmühten, das Brachland kulturfähig zu machen. Es war das Verdienst unseres Gartenfreundes Richard Uhlemann, der damals den Ansporn gab, einen Schreberverein zu gründen. Er war es, der mit dem Verpächter Herrn Gontard (siehe gleich lautenden Straßennamen) die ersten Anbahnungen geführt hatte, einen Schreberverein zu gründen. Als Name wurde „Erholung“ auserkoren, weil man sich nach der Tagesarbeit erholen sollte. Doch mangels Nachfrage wurden viele Parzellen nicht vergeben. Um seine Verpflichtung gegenüber dem Verpächter zu erfüllen, wurden größere Bereiche als Kartoffelland ausgegeben. Mockau war seinerzeit noch eine Gemeinde und es gab kein Verständnis für Schrebergärten.

Im Jahre 1908 war man endlich soweit, in einer einberufenen Hauptversammlung den Schreberverein Erholung e. V. öffentlich zu proklamieren. Deshalb gebührt unser Dank den Gründern, welche sich in uneigennütziger Weise der guten Sache zur Verfügung gestellt hatten.

 

Die ersten Jahre und der Beginn des inneren Ausbaus:

Zunächst musste ein Vorstand gewählt werden und Vertrauensleute an die Spitze gestellt werden, welche im Sinne von Dr. Schreber die Sache weiterführen wollten.

Der 1. Vorsitzende war damals Franz Oertel.

In der Mitte der Gärten wurde ein Spielplatz eingerichtet, welcher rasch von den Kindern angenommen wurde. Eine ehemalige Baubude wurde als Kantine hergerichtet, wo der Handel mit Flaschenbier lebhaft betrieben wurde. Es wurden Sommerfeste veranstaltet, die mit einer unbeschreiblichen Begeisterung seitens der Mitglieder und deren Angehörigen ausgeführt und von der Bevölkerung sehr wohlwollend aufgenommen wurden. Auch in damaliger Zeit regierte die Geselligkeit.

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Die weitere Entwicklung des Vereins bis zum 1. Weltkrieg:

Nachdem ein gewisser Entwicklungsstand erreicht war, wurde der Beschluss gefasst, die alte Bretterbude abzureißen und ein kleines Vereinshaus zu bauen. Unter dem Vorsitz vom Gfrd. Roßberg wurde das realisiert und hier fühlte sich vor allem die Jugend aufgehoben. Der Gfrd. Max Heinrich griff den Plan auf, eine Pfeifer – und Trommlergruppe zu gründen. Nach anfänglichem Desinteresse meldeten sich später 9 Knaben und übten regelmäßig in der Laube von Max Heinrich. Die Teilnehmerzahl stieg auf 17 an und zum Sommerfest 1911 gab es den ersten Auftritt. Die Instrumente waren Eigentum der Kinder, erst später konnte der Verein eigene kaufen.

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Die Zeit im 1. Weltkrieg 1914 – 1918:

Viele Mitglieder wurden eingezogen und alle Veranstaltungen wurden sofort eingestellt. Manches Mitglied musste die Pflege seines Gartens den Nachbarn überlassen. Trotzdem fanden sich Männer, welche die Geschicke des Vereins weiterführten. Viele Gartenfreunde kamen verletzt aus dem Krieg zurück und 9 Gartenfreunde sahen ihre Heimat nicht wieder.

 

Die Zeit von 1919 bis 1933:

Gerade während der Kriegsjahre und der Inflationszeit wurde der Wert eines Schrebergartens recht angenehm empfunden und es setzte eine sehr starke Nachfrage nach Gärten ein.

1919 wurde dann auch wieder der Spielmannszug aufgezogen. Die Spielkinderzahl der Trommlergruppe betrug zu dieser Zeit 30.

1927 begann der Bau der Friedrichshafener Straße. Etwa 80 Gärten mussten geopfert werden. Als Ersatzland wurde das Gelände der heutigen Anlage B zur Verfügung gestellt. Zum Einbau einer Wasserleitung in die neue Anlage gab die Stadt ein Darlehn von 6000 DM und als Ausgleich für die 80 neuen Gärten eine Beihilfe von 2400 DM.

In der Mitte der Anlage befindet sich der 1920 m² große Spielplatz, auf dem zweimal in der Woche unter sachgemäßer Anleitung eine rege Spieltätigkeit herrschte. Wenige Jahre später wurde auf dem Spielplatz eine von drei Seiten geschützte Spielhalle gebaut, welche später als Lagerhalle diente.

Jedes Jahr in den Sommerferien wurde die Milchkolonie durchgeführt, an der sich rund 300 Kinder (auch Gäste) beteiligten.

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Da das Gruppenheim nicht mehr den Bedürfnissen entsprach, wurde 1924 eine Baugenehmigung (Kosten 12.- Goldmark) für eine Kantine mit anschließender Ausstellungshalle beantragt. Gleich darauf begann der Bau unseres heutigen Wirtshauses „Nordstern“. Die Brauerei Sternburg gab ein Darlehn von 16400 Goldmark, die Stadt von 10000 Goldmark, welche in 10 Jahresraten getilgt werden mussten.

Die Fertigstellung und die Einweihung des neuen Heimes ist nicht aktenkundig gemacht worden.

Im Jahr 1933 feierte der Verein unter Vorsitz von Philipp Rückert sein 25-jähriges Bestehen.

 

Der Verein vergrößert sich:

Am 1. April 1935 wurden die Flurstücke der heutigen Anlage C mit 66675 m² Fläche und 235 Gärten in den Verein eingegliedert. Am 1. Januar 1936 kam mit dem Flurstück der heutigen Anlage D (24700 m²; 72 Gärten) ein weiterer Bereich dazu. Der Verein zählte durch diesen Zuwachs rund 600 Mitglieder. In diese Zeit fällt auch die Umbenennung des Vereins in „Kleingärtnerverein Nordstern Leipzig – Mockau e. V.“

 

Die Zeit über den 2. Weltkrieg:

Als dieser 1939 begann, wurden viele Gartenfreunde zum Militär eingezogen. Nach dem ersten großen Bombenangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 wurden vor allem in den Anlagen A und C viele Lauben zerstört. Das Vereinshaus konnte zwar gerettet werden, musste aber 1943 für die Unterbringung der Kriegsgefangenen übergeben werden. Am 19.10. 1944 wurde dieses zwar zurückgegeben, brannte aber am 27. Februar 1945 völlig nieder. Tausende von Stabbrandbomben und 104 Sprengbomben gingen auf die Anlagen A und C und 52 Sprengbomben auf die Anlagen B und D nieder. Nach Kriegsende begann praktisch ein Neuanfang in den Anlagen.

 

Es wird wieder aufgebaut – Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg:

Die Mitglieder waren zunächst eifrig bemüht, die verursachten Schäden in den Gärten so gut wie möglich zu beheben. Durch die Schließung der Banken 1945 und der durchgeführten Währungsreform 1948 gingen dem Verein insgesamt rund 20000 DM verloren.

Am 22.11. 1948 erhielten wir die Genehmigung zum Wiederaufbau unseres Gruppenheimes. Die Aufräumungs- und Vorbereitungsarbeiten waren schon weit vorgeschritten und mit Elan ging es an den Wiederaufbau. Der Aufbau erfolgte in Gemeinschaftsarbeit und es wurde eine planmäßige monatliche Arbeitseinteilung eingerichtet. Jedes Mitglied sollte 30 Aufbaustunden leisten. Bereits am 20. Mai 1950 erfolgte unter starker Anteilnahme unserer Mitglieder und geladener Gäste die Wiedereröffnung unseres Gruppenheimes.

An Arbeitsstunden wurden für den Aufbau von unseren Mitgliedern bei 2289 Teilnehmern (= 7342,5 Stunden), davon von einem Handwerkertrupp 2647 Stunden, geleistet. Die Baukosten beliefen sich auf rund 20000 DM, welche durch die Kleingartenhilfe im FDGB und über Darlehnscheine der Mitglieder über 6163 DM abgedeckt wurden.

Am 3. Januar 1951 wurde die Keglerabteilung „Die Erstlinge“ gegründet, welche bis 1980 Bestand hatte.

 

Da 1946 die Kleingartenvereine aufgelöst wurden, wurden diese zunächst dem Kleingartenamt der Stadt unterstellt. Im Juni 1949 wurden alle Gruppen in der Kleingartenhilfe des FDGB vereinigt. Am 16. 10. 1952 wurde ein Zentralverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter mit Sitz in Berlin gerufen. Am 22.4. 1954 bildeten sich die Kreisverbände als Rechtsträger der Gruppen, für uns der Kreisverband Leipzig – Stadt.

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Das Spartenheim

Eine Schule wird gebaut:

Im April 1954 wurde bekannt, dass auf dem Gelände der Anlage A zwischen Kleeweg und Gruppenheim die 11. Volksschule gebaut werden sollte. Auf Grund von Bodenuntersuchungen war dieser Platz jedoch ungeeignet. So wurden der Grunertplatz und 42 Gärten der Anlage C mit 7826 m² für den Schulneubau in Anspruch genommen. Die Entschädigung betrug 19449,31 DM, welche vor der Räumung der Gärten an die betreffenden Mitglieder zur Auszahlung kam. Die meisten der Mitglieder, nur einige verzichteten, konnten in anderen Gärten der Anlagen untergebracht werden.

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Blick über die Anlage C2 zur Schule

Die Anlagen werden verschönert:

Im Januar 1956 wurde auf der JHV der Arbeitsplan genehmigt und zunächst wurde ein großer Teil vom Außenzaun der Anlage A entlang der Friedrichshafner Straße erneuert. Auch 1957 wurden diese Arbeiten in den Anlagen A und B fortgeführt, so dass 505 Meter neuer Außenzaun entstand. Die Kosten beliefen sich auf 7196 DM.

Auf den JHV von 1957 und 1958 wurden beschlossen, den Bewirtschaftungsbeitrag um 5 Pfennig pro m² und die Gemeinschaftsstunden auf 6 pro Mitglied zu erhöhen.

So wurden auch die Anlagen C und D in die Zaunerneuerung einbezogen.

Am 14. Mai 1958 wurde zum 50-jährigen Bestehen dieses Jubiläum im Jugendklubhaus Schönefeld mit einer Tanzveranstaltung und kultureller Umrahmung festlich begangen.

 

Die 60 -ziger Jahre:

Hier wurde zielstrebig weiter an der Umzäunung unserer Anlagen gearbeitet. Erschwerend war es, das der Vorstand mehrfach seinen Vorsitzenden wechselte und gleiches betraf auch die Bewirtschaftung im Spartenheim. Das Spartenleben kam bis auf einige Mitgliederversammlungen praktisch zum erliegen, so das der Saal als Lagerplatz vermietet wurde. Unruhe kam auf, als das Stadtbauamt dem Vorstand Bebauungspläne im Bereich der Anlagen A und C mitteilte. Doch die jahrelangen Baugrunduntersuchungen brachten das gleiche Ergebnis wie vor dem Bau der 11. Grundschule, so dass diese Bebauungspläne im Sand verliefen.

Durch die Gründung eines Frauenaktivs am 15.5. 1963 bekam das Spartenleben wieder Schwung.

 

Die 70 -ziger Jahre:

Auch in dieser Zeit wurde die Instandsetzung der Zäune zielstrebig fortgesetzt und die Wege wurden mit Steinsand befestigt. Pro Jahr wurden etwa 3000.- Mark verbaut. Der Zustand der Gärten verbesserte sich merklich, was auch durch einen Generationswechsel bedingt war. Es gab einen großen Bewerberandrang, zeitweilig lagen 100 Bewerbungen vor. Dazu kam noch, dass in Schönefeld die Sparte „Gesundheitspflege“ wegen des Wohnungsbaus abgerissen wurde und diese Gartenfreunde bevorzugt mit freien Gärten bedient werden mussten. Hier wurde auch ein Wettbewerbsziel „100 kg auf 100 m²“ herausgegeben und viele Gartenfreunde gaben überzählige Früchte in die Gemüseläden zum Verkauf ab.

Das kulturelle Leben wurde durch regelmäßige Veranstaltungen des Frauenkollektivs geprägt. An der Spitze standen hier die Gartenfreundinnen Bädermann und Reinhard. Bis zu ihrer Auflösung kegelten die „Erstlinge“ regelmäßig.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung wurde immer das Tanzbein geschwungen und der Solidaritätsbasar war auch immer ein Erfolg.

Höhepunkte waren Exkursionen aktiver Gartenfreunde 1976 zur IGA nach Erfurt und 1978 nach Potsdam.

Durch die Anlage B wurde 1975 eine Hochspannungstrasse verlegt. Bei den Ausschachtungen wurden große Schäden an der Wasserleitung, an Zaunsfeldern und Säulen sowie an Obstbäumen verursacht. Durch den großen Einsatz aller Gartenfreunde wurde in 1120 Stunden die Anlage wieder in einem ordentlichen Zustand versetzt. Der ausführende Betrieb VEB Energiebau Radebeul zahlte 18105.- Mark Schadenersatz.

Am Spartenheim wurde das Dach neu gedeckt und die Schornsteine erneuert. Die Nebengebäude wurden als Geräte und Lagerraum sowie als Spartenzimmer umgestaltet sowie der Platz mit einer Zufahrt versehen. So entstand in einem Jahr ein Gebäude im Wert von 14500.- Mark, es wurden dabei 650 Stunden erbracht. Großen Verdienst hatte daran der damalige Vorsitzende Fritz Hessel.

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Rückansicht der Gaststätte in der Anlage A mit Vereinsräumen

In der Anlage D wurde die 1968 begonnene Wasserleitung verlängert und im Jahr 1977 wurden alle privat errichteten Provisorien erneuert. Seitdem haben alle Gartenfreunde in der Anlage D einen eigenen Wasseranschluss im Garten.

 

Die 80 – ziger Jahre:

Diese begannen mit umfangreichen Bau – und Modernisierungsmaßnahmen. In der Anlage A fanden sich Gartenfreunde zu einer Energiekommission zusammen, die den Elektroanschluss der Gärten planten und 1981 realisierten. Weiterhin konnte nach langjährigen Bemühen bei der Energieversorgung Leipzig und bei Elektromeistern die Elektrifizierung der Schuppen in der Anlage B im Jahre 1980 abgeschlossen werden.

Gleiches wurde im Jahre 1982 in der Anlage C durchgeführt. Die Gartenfreunde schachteten die Gräben für die Kabel aus, die Schaltkästen wurden gebaut und dann hatte man hier auch endlich einen Stromanschluss.

Ebenfalls im Jahre 1980 wurden in den Anlagen A und C vier zusätzliche Brunnen angelegt und damit die Brauchwasserversorgung in diesen Anlagen spürbar verbessert.

Am Spartenheim wird der Toilettenanbau grundlegend erneuert.

1986 trat ein Wechsel an der Vereinsspitze ein. Fritz Hessel gab seine Tätigkeit als Vorsitzender auf. Das Amt übernahm Georg Kiesewetter.

 

Die Wende und unsere Kleingartensparte:

Die Wende brachte ein neues Rechtssystem und damit eine Reihe von Umstellungen mit sich.

Schon im Jahr 1990 wurde der Kleingartenverein neu gegründet. In der Urkunde, welche noch das Siegel der DDR trägt, heißt es, dass die Vereinigung Kleingartensparte „Nordstern“ e. V. mit dem Sitz in Leipzig am 7.8.1990 unter der lfd. Nummer 315 des Vereinsregisters des Kreisgerichtes Leipzig, Außenstelle SO, registriert worden ist.

Es gelang dabei dem Vorstand in der Vorbereitungsarbeit, eine neu ausgearbeitete und beschlossene Satzung vorzulegen. In improvisierten Versammlungen in den Anlagen stimmten die Mitglieder dieser Satzung zu.

Mit der Wiedervereinigung trat auch das Bundeskleingartengesetz in Kraft. Dieses Gesetz schreibt eine Reihe von Bedingungen vor, die erfüllt werden müssen, um als Kleingartenanlage anerkannt zu werden. Hier wird auch vorgeschrieben, dass auf mindestens 1/3 der Gartenfläche Obst, Gemüse oder Blumen angebaut werden müssen. Weiterhin sind Waldbäume in den Gärten verboten. Da nicht verlangt werden konnte, diese sofort zu entfernen, wurden Vorschriften über eine maximale Höhe von 3 Metern für alle nicht fruchttragenden Bäume erlassen. Dergleichen ist auch die Höhe der Hecken geregelt. An den Außenzäunen dürfen sie eine maximale Höhe von 1.80 m und an den Innenzäunen von 1.20 m haben. Ein weiterer Teil des Gesetzes betrifft die Gartenlauben. Ihre überdachte Fläche darf 24 m² nicht überschreiten. Für alle bereits bestehenden größeren Lauben wurde ein Bestandsschutz beschlossen. Diese müssen jedoch erfasst sein.

Pläne für den Neubau von Lauben müssen vom Bauaktiv des Vereins vorab genehmigt werden.

Da auch die Pachtpreise stiegen, wurden 1992 die Gärten neu vermessen. Die Flächen der Gemeinschaftsanlagen und Wege werden anteilsmäßig umgelegt.

Im Verbandstag 1993 wurde von der Stadt gefordert, einen erträglichen Pachtzins fest zulegen. Im Gegenzug verpflichteten sich die Kleingartenvereine, sich dem Renommee der Stadt anzugleichen. Die Vertreter der Kleingärten forderten von der Stadt eine bessere Einbeziehung in Verkehrskonzepte und einen konsequenten Einsatz zur Erhaltung von Ordnung und Sicherheit wie Maßnahmen gegen Randale und Brandstiftungen.

Mitte des Jahres 1995 konnte der geschäftsführende Vorstand mit dem Stadtverband einen Zwischenpachtvertrag abschließen, der rückwirkend vom 1.1.95 Gültigkeit besitzt. Die rechtliche Sicherung ist damit abgeschlossen.

Verbunden mit dem Vertrag ist aber auch die Forderung, die Gärten kleingärtnerisch zu nutzen.

Über viele Jahre bemühte sich der Vorstand um die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit. Sie garantiert die niedrige Pacht. Im Juni 1996 fand deshalb eine Begehung mit Mitarbeitern des Grünflächenamtes statt. Im Ergebnis gab es die Zuerkennung, welche aber aller 3 Jahre neu beantragt werden muss.

 

Baumaßnahmen:

Um die Schäden durch Einbrüche und Vandalismus zu mindern, wurde Maschendraht an verschiedenen Außenzäunen angebracht. 1993 wurde der Ausgang gegenüber der „Partenaue“ geschlossen. Im Mai 1993 konnte der Einbau von Wasseruhren in der Anlage B abgeschlossen werden. 1994 wurden hier die Wasserrohre rekonstruiert. Geplant wurde hier auch, für die Anlagen B und D einen Elektroanschluss einzurichten. Auf Grund der hohen Kosten, welche durch die Stadtwerke veranschlagt wurden, entschied sich die Mehrheit der Mitglieder dagegen In den Jahren 1997 und 1998 konnten die Gartenzäune entlang des Hauptweges der B – Anlage erneuert werden

 

Das Spartenheim:

Im Jahr 1990 suchte der Verein einen neuen Pächter. Es wurde Herr Norbert Kulpa auserwählt. Nach einem vorgelegten Nutzungskonzept für den Saal wurden umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten in Angriff genommen. Leider kam im März 1996 das Aus für die Kegelbahn im Keller des Vereinshauses. da deren Decke nach den heute gültigen Vorschriften zu niedrig war.

 

Das Gartenfest 1996:

Anläßlich des 88 – jährigen Jubiläums des Vereins wurde am 17. / 18. August 1996 ein Gartenfest veranstaltet. Als Festplatz wurde der Rasenplatz in der Mitte der Anlage B auserwählt.

An beiden Tagen nahmen knapp 1000 Besucher an dem Fest teil. Für Verpflegung aus der Gulaschkanone und reichlich Getränke war gesorgt. Sogar Zelte und Toiletten waren aufgestellt worden. In der Vorbereitung auf dieses Fest wurde auch die Halle renoviert.

In den weiteren Jahren wurden das Traditionszimmer und die anliegenden Räume in der Anlage B renoviert und zu einer Begegnungsstätte eingerichtet.

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Der Spielplatz und Vereinsgebäude in der Anlage B. Hier finden unsere Veranstaltungen wie das Sommerfest statt. Links ist das Traditionszimmer zu sehen

2008 feierten wir 100 – jähriges Vereinsjubiläum und konnten stolz auf das Erreichte zurück blicken. Vom 8. – 10.August fand auf dem Spielplatz der Anlage B ein großes Sommerfest statt. Viele Stände mit Versorgung, Attraktionen, ein buntes Kinderprogramm und laufende Veranstaltungen im Bierzelt sorgten bei schönem Wetter für gute Stimmung unter den zahlreichen Mitgliedern und vielen Gästen.

In den folgenden Jahren wurden auch Sommerfeste organisiert. Doch die Zahl der Gäste hielt sich in Grenzen, da wir auch Pech mit dem Wetter hatten.

In dieser Zeit wurde durch den Vorstand eine neue zeitgemäße Satzung ausgearbeitet und auf der Jahreshauptversammlung beschlossen.

Am frühen Morgen des 27.2.2012 erreichte uns die Information, dass in der Nacht unser Spartenheim bis auf die Grundmauern abgebrannt ist. Spätere Untersuchungen ergaben, dass die Ursache ein technischer Defekt an einer Lampe war. Nun soll der komplette Abriss des Gebäudes und ein Neubau folgen.

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