Gemüse

Die Kraut – und Braunfäule bei Tomaten und Kartoffeln

Entwicklung: Durch starke niederschlagsreiche Witterung im Frühsommer erfolgt eine rasante Ausbreitung des pilzlichen Erregers. Zunächst erfolgt der Befall an der Kartoffel. Durch Wind und Regen erfolgt rasch eine Ausbreitung auf benachbarte Kartoffel oder Tomatenpflanzen.

 

Schadbilder: Bei Kartoffeln und Tomaten ist es ähnlich. Die infizierten Stengel und Blattstiele werden braun und sterben mit den Blättern ab. Die braunen Flecke erstrecken sich bis in das Fruchtfleisch der Tomate bzw. in die Knolle der Kartoffel.

 

Gegenmaßnahmen bei Kartoffeln: Nur anerkanntes Pflanzgut verwenden. Beim Nachbau von Pflanzgut aus dem eigenen Gartenvergrößert sich die Wahrscheinlichkeit des Pilzbefalls. Das Unkraut sollte ständig entfernt werden. Bei den ersten Anzeichen müssen die befallenen Blätter oder Pflanzen sofort entfernt werden. Befallene Knollen nicht kompostieren.

Empfohlene Sorten: Arkula, Karla, Karlena, Astra

 

Gegenmaßnahmen bei Tomaten: Günstigen Standort wählen, nicht in Nähe von Kartoffeln. Mittelschwerer, mit Humus versorgter Boden, ist günstig. Regelmäßige Wasserversorgung nur am Fuß der Pflanzen. Geiztriebe und dichtes Blattwerk entfernen. Erkrankte Triebe und Pflanzteile umgehend entfernen und nicht kompostieren. Eine Überdachung mindert die Infektion der Blätter. Die Seitenflächen sollten offen bleiben. Da der Pilz im Boden überwintern kann, sollte im Folgejahr der Standort gewechselt werden.

Empfohlene Sorten: Pyros, Vanessa, Selfesta, Selduro

 

Chemische Mittel: Diese Maßnahmen sind nur bei Befallsbeginn zum Schutz der noch gesunden Pflanzenteile sinnvoll. Der Einsatz soll abhängig von der Witterung aller 10 – 14 Tage erfolgen. Die Wirkung der Mittel wird durch Regen stark gemindert. Die Abstände zwischen den Spritzungen müssen bei längeren Regenperioden verkürzt werden, wobei die Einhaltung der Wartezeit bis zur nächsten Ernte zu berücksichtigen ist.

 

Quelle: Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft

 

Feingemüse im Garten

Blumenkohl & Brokkoli

Gepflanzt wird im Frühjahr im Abstand von 40 x 40 cm. Die Ernte erfolgt fortlaufend und mehrmals. Deshalb ist mehrfach mit Stickstoff zu düngen und gut zu wässern.

 

Rosenkohl

Auf gut gedüngten Boden Mitte Mai pflanzen bei einem Abstand von 50 x 50 cm. Die Ernte beginnt im November bis zum stärkeren Frost unter -10° C.

Diese Kohlarten werden vom Kohlweißling und dessen Maden oder von der weißen Fliege befallen. Hier sind diverse Spritzmittel unter Beachtung der Karenzzeiten zu verwenden.

 

Rhabarber

Er gedeiht am besten auf humusreichen und nährstoffreichen Böden. Der Boden ist vor dem Pflanzen tief zu lockern. Das Wasserbedürfnis ist hoch. Zu Beginn Stalldung oder Kompost mit einarbeiten und später aller 3 Jahre wiederholen. Im Winter jauchen. Dazu im Frühjahr düngen mit Thomasmehl, Kalisalz und schwefelsauren Ammoniak. Die Stickstoffdüngung aller 3 Wochen bis Ende Juli wiederholen.

Nach 6-8 Jahren sollten die Pflanzen ausgetauscht werden. Der Pflanzabstand ist 1 x 1 Meter.

Die Ernte beginnt erst im 2. Jahr nach der Pflanzung und kann bis Mitte Juli fortgesetzt werden. Nur etwa 1/3 der Stiele ernten. Dabei tief anfassen und mit einem drehenden Ruck ausreißen.

 

Bleich- & Knollensellerie

Der Boden muß mit einer hohen Stickstoff – und Kaligabe gedüngt sein und einen hohen Kompostanteil haben.

Gepflanzt wird im Mai im Abstand von 40 x 25 cm in Reihen. Der Boden ist locker zu halten, zu wässern und zu düngen. Geerntet wird unmittelbar vor Frosteintritt. Die zarten Blattstiele sind eine gute Beigabe bei Fleischgerichten oder bei Kartoffelsuppe. Vorbeugend empfiehlt es sich, die Jungpflanzen mit einem Kupfermittel zu spritzen und das aller 3-4 Wochen zu wiederholen.

 

Möhren

Die Möhre gedeiht besonders gut auf humusreichen, kalkhaltigen Lehm-oder Sandböden. Keinen frischen Stalldung verwenden. Der Samen keimt langsam, an den Reihen muss gehackt und das Unkraut entfernt werden. Sobald sich die Pflanzen gut greifen lassen, sind diese zu verziehen.

 

Gemüsekürbis (Zucchini)

Nach den „Eisheiligen“ pflanzen. Eine Pflanze benötigt etwa 1m im Durchmesser Platz. Die Früchte sollen nicht zu groß werden und können vielseitig verwendet werden. Eine Stallmistdüngung fördert den Wuchs. Die Pflanze muss öfters gegossen werden. Dazu kommen noch einige Stickstoffgaben.

 

Paprika

Es gibt dabei Gemüsepaprika (milder, süßlicher Geschmack) und Gewürzpaprika (scharfer Geschmack). Beim Anbau sind sonnige Flächen zu wählen und der Pflanzabstand ist 40 x 40 cm. Die Düngung mit Stickstoff erfolgt etwa 5 Wochen nach der Pflanzung. Ansonsten ist der Boden locker und unkrautfrei zu halten und ab Anfang Juni gut zu wässern.

 

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