Rosen

Rosen im Garten

 

Standort:

Die Rose braucht einen sonnigen Standort. Unter Bäumen oder im Schatten kümmern sie. Auch sollte zu Bäumen ein ausreichender Abstand bleiben, damit nicht die Baumwurzeln an die der Rosen heran reichen.

Bodenvorbereitung:

Bei Neuanlage ist der Boden etwa 50 cm tief zu lockern. Die oberste Schichtung bleibt oben und ihr wird Kompost hinzu gefügt. Drei wochen vor der Pflanzung wird eine Kalk – Kalidüngung verabreicht. Eine Mineraldüngerzugabe erfolgt dann erst wieder, wenn die Rosen fest angewachsen sind.

Pflanzzeit:

Die Herbstpflanzung von Oktober bis Dezember ist bei Buschrosen günstig. Die Frühjahrspflanzung von März – Mai wird für die Stammrosen vorgezogen.

Pflanzabstand:

Auf 1 m² können 8 Beetrosen gepflanzt werden. In der Reihe auf 35 cm Abstand und in der nächsten Reihe auf Lücke setzen. Stammrosen werden im Abstand von 60 bis 75 cm gepflanzt. Hier sollte aber der Reihenabstand 1 bis 1,20 Meter betragen.

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Pflanztechnik:

Das Pflanzloch muss so groß sein, dass die Wurzeln nicht gebogen werden und die Veredlungsstelle 2-5 cm in den Boden kommt. Keinesfalls Stallmist oder Dünger in die Pflanzlöcher bringen. Die Wurzeln werden auf ca. 30 cm zurückgeschnitten und gewässert. Beim einsetzen ist die Erde zu verdichten.

Stammrosen müssen einen Pfahl bekommen und werden locker daran angebunden.

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Pflanzschnitt:

Dieser wird nur im März nach der Frostperiode durchgeführt. Alte, trockene Teile werden ausgeschnitten. Die Triebe werden bis auf 3-4 Augen zurück geschnitten. Bei einem harten Winter ist ein starker Rückschnitt bis in das gesunde Holz erforderlich. Die Regel sagt, ein starker Rückschnitt ergibt starke Einzeltriebe mit weniger, aber großen Blüten. Geringer Rückschnitt bringt größeren und zeitigeren Blütenflor mit kleinen Blüten.

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Wildtriebe:

Im Sommer entwickeln sich oft unterhalb der Veredlungsstelle schnellwachsende Schosse. Diese müssen direkt an der Austriebsstelle entfernt werden.

Pflege:

Zwischen den Rosen sollte ständig das Unkraut entfernt werden. Hier hilft das bedecken mit Rindenmulch.

Die verblühten Blumen werden entfernt, was wichtig ist für die Nachfolgeblüten.

Rosenzucht:

Im Juli werden von den schönsten Rosen, wo die Blume verblüht ist, Stengel mit ca. 5 Augen abgeschnitten. Die Blüte wird entfernt, die Blätter bleiben dran. Die untere Schnittstelle wird möglichst mit einem wurzelbildenden Substrat (Bewurzlungspulver bzw. – Flüssigkeit) behandelt (ist aber nicht zwingend erforderlich). Die Stengel werden in die vorbereitete Erde gesteckt. Diese besteht aus einem Gemisch von Gartenerde und Sand. Es empfiehlt sich aus eigener Erfahrung, immer 2-3 Stengel zusammen zu stecken, denn es klappt die Zucht bei nur etwa 30% der Stecklinge. Auch ist es gut, diese gleich am später geplanten Standort zu belassen. Die Stecklinge werden mit Gläsern geschützt. Diese bleiben bis zum nächsten Frühjahr über den Stecklingen. Nur bei großer Sonneneinstrahlung nimmt man diese zeitweise ab. Die Stecklinge müssen immer gegossen werden, damit im Glas eine feuchte Gewächshausluft entsteht. Als Schutz empfehlen sich große Konservengläser. Ich favorisiere aber ausgediente Aquarien.

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Winterschutz:

Alle Rosen müssen im Winter angehäufelt werden. Rund um die Veredlungsstelle wird ein kleiner Haufen angelegt. Aber Vorsicht, das nicht die Wurzeln freigelegt werden. Es empfiehlt sich, dazu Kompost, Laub, Torf oder gehäckseltes zu nehmen. Auch Reisig hilft zusätzlich. Stammrosen müssen mit dem Stamm zur Erde gebogen werden. Dort werden diese aufgelegt und mit einem Erdhaufen bedeckt. Wichtig ist es, erst unmittelbar vor dem zu erwartenden Frost diese Arbeiten durch zu führen. Zu frühes einwintern führt leicht zu Fäulnisschäden.

Düngung:

Ein Zusatz mit guter Komposterde ist der beste Dünger. Dazu aller 2 Jahre einen Mehrnährstoffdünger zugeben. Nach dem abhäufeln sind Hornspäne, Knochenmehl u.ä. ein guter Dünger. Ist verrotteter Stallmist vorhanden, dann wird dieser als Bodendecker aufgebracht und später beim anhäufeln mit eingearbeitet. In der Wachstumsphase sollte noch Piaphoskan grün oder ein Volldünger (Piaphoskan blau) zugegeben werden, aber nur bis Ende Juli. Eine Kalkzugabe erfolgt nur aller 3-4 Jahre.

Pflanzenschutz:

Hier gibt es flüssige Mittel oder in Staubform. Die flüssige Form ist vorzuziehen. Die Blätter müssen auch von unten mit behandelt werden. Die tierischen Schädlinge werden alle mit Bi 58 bekämpft. Aber auch Wofatox-Präparate haben ihre Wirkung, besonders bei Blattläusen. Die Spritzungen beginnen Mitte April und müssen mehrfach wiederholt werden.

Krankheiten durch echtem oder falschen Mehltau sowie Rosenrost werden mit Zineb-Schwefelpräparaten behandelt.

 

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