Gladiolen

Alles über die Gladiole

Boden und Standort:

Der Boden soll gut durchlässig und tiefgründig sein. Als Standort soll man eine offene, sonnige Lage wählen.

Jedes Jahr soll ein anderer Standort gewählt werden.

Düngung:

Aller 3-5 Jahre sollte Stallmist eingegraben werden. Aber auf jeden Fall im Herbst, damit die Zwiebeln im Frühjahr dort gesteckt werden können. Außerdem wird eine Kalkdüngung angeregt. Ist keine Stallmistdüngung erfolgt, wird nach dem stecken der Zwiebeln ein Volldünger ausgebracht. Später kommen noch kleine Kopfdüngergaben dazu.

Beregnung:

Im Sommer soll reichlich beregnet werden. Günstig ist es morgens, damit die Blätter rasch abtrocknen können.Um den Boden feucht zu halten, empfiehlt sich, zwischen die Reihen Furchen zu ziehen und darüber zu bewässern. Außerdem kann gemulcht werden.

Knollen legen:

Die Knollen werden in Löcher von 8-15 cm Tiefe gelegt. Die Knollen können eng gesetzt werden, so auf etwa 12 x12 bis 15×15 cm (je nach Knollengröße). Mitte April ist die beste Zeit dafür.

Brutzwiebeln:

Diese werden im Herbst von der Mutterzwiebel gelöst und im Frühjahr auf 4 cm Tiefe in die Erde gegeben. Das muss man etwa 3 Jahre wiederholen, bis blühfähige Zwiebeln gewachsen sind. Eine persönliche Erfahrung ist, die kleinen Zwiebeln in Kästen in die Erde zu legen (auf Wasserablauflöcher achten!), so können diese im Herbst bequem wieder eingesammelt werden.

Pflege:

wichtig ist die Unkrautbeseitigung zwischen den Pflanzen. Dann sollten Schnüre entlang der Reihen gezogen werden oder Stöcke zum anbinden gesteckt werden. Hierbei Vorsicht, dass nicht die Knollen getroffen werden.

Pflanzenschnitt:

Die günstigste Zeit ist der frühe Morgen, da die Pflanzen über Nacht abgekühlt sind und voll im Saft stehen. Bleiben Blumen stehen, sind diese noch vor dem totalen abblühen zu köpfen, damit sich die Knollen gut ausbilden können.

Ernte der Knollen und Lagerung:

Mitte bis Ende September (etwa 6 Wochen nach der Blütezeit) werden die Knollen gerodet. Nicht so lange warten, bis die Stiele und Laubblätter braun werden und abzusterben beginnen. Dann nimmt die Anzahl der erkrankten Knollen rasch zu. Die Knollen in ein Sieb oder in Stiegen legen und das Laubwerk wird unmittelbar über der Knolle abgebrochen. Die Knollen müssen nun 1-2 Wochen abtrocknen. Dann beginnt das putzen. Der alte Knollenboden wird von der neuen Knolle abgetrennt. Das macht sich gut mit einem Löffelstiel. Die äußeren Hüllblätter werden entfernt, die inneren stehen gelassen. Der Knollenboden soll freigelegt sein. Alle kleinen Brutzwiebeln werden entfernt und gesondert gelagert. Danach nochmals 2-3 Wochen nachtrocknen bei etwa + 15° C und anschließend im Keller kühl bei + 5 – 7° C stellen. Wenige Wochen vor dem Pflanzen wieder bei ca.+ 15° C lagern.

Pflanzenschutz:

Alle kranken Knollen sind zu entfernen. Das gilt auch für kranke und in der Form abweichende Pflanzen in den Beständen. Nicht in den Kompost geben. Vor der Knollenlegung empfiehlt sich vorbeugend die Behandlung mit Beizmitteln. Im Juli und August noch 2x den Bestand spritzen.

Krankheiten:

Die häufigste Krankheit ist der Gladiolenthrips. Auf der Blattoberfläche zunächst einzelne, später die gesamte Blattfläche erfassende, weißlich graue bis silbrig schimmernde Flecken und Streifen. Kleine schwarze Kothäufchen und zahlreiche Sprenkelungen werden sichtbar. Bei aufgehenden Blüten zeigen sich eingetrocknete Stellen an Spitzen und Rändern der Blütenblätter. Die Blüten sind oft verkrüppelt oder in der Knospe stecken geblieben, sie vertrocknen oder verfaulen.

Bei starkem Befall müssen die Pflanzen ca. 14 Tage vor dem Roden der Knollen zurück geschnitten werden, um ein abwandern der Thripse in die Knollen zu verhindern.  Ansonsten gelangen die Thripse mit den Knollen ins Lager, wo sie ebenfalls schädigen. Die Lagertemperatur sollte 8 Wochen lang nur 5° C betragen.

Als chemische Bekämpfung bietet sich vor dem Legen der Knollen an, diese 24 Stunden in 1% dicke Lösung mit Bi58 zu legen.

Quelle: Fachberater Thomas Kube

 

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