Bäume, Sträucher, Obst

Beerenobst im Garten

Johannisbeere

Hier gibt es 3 Hauptsorten mit roten, weiß / gelblichen und schwarzen Früchten. Alle haben ihre Eigenheiten im Geschmack. Sinnvoll ist es, jede Sorte im Garten stehen zu haben.

Pflanzabstände:

Bei Sträuchern 1.50 – 2.00 Meter; bei Hochstamm 1.20 – 1.50 Meter. Alle Hochstammsorten sind mit einem Pfahl zu sichern. Binden Sie ganz locker an, denn der Stamm wächst nach und wird dicker. Straff angebundene Stämme, vielleicht noch mit Draht, neigen zum einschneiden des Bindematerials.

Pflanzung:

Diese kann sowohl im Herbst als auch im Frühjahr vorgenommen werden.

Düngung:

mit Piaphoskan blau

1. Gabe Mitte März   30 – 50 g/m² (rot, weiß) bzw. 20 – 40 g/m² (schwarz) und

2. Gabe im November 30 – 50 g/m² (rot, weiß) bzw. 20 – 40 g/m² (schwarz)

Auch wird Stalldung im zeitigen Frühjahr empfohlen.

Aller 3 Jahre soll im Frühjahr eine Kalkdüngung erfolgen

Schnitt:

Nach der Pflanzung beläßt man bis zu 5 kräftige Triebe und kürzt diese auf 1/3 ein.Später erfolgt dann der Schnitt nach der Ernte oder im Herbst / Winter. Die Fruchtäste sollen nicht älter als 3-4 Jahre sein. Vor allem soll ausgelichtet werden, damit eine gute Durchlüftung der Pflanze gewährleistet wird.

Pflanzenschutz:

Bei Blattfallkrankheit oder Rotpustelkrankheit ist vor der Blüte und nach der Ernte mit Kupferpräparaten zu spritzen. Bei Zweigsterben und blasigen Aufwölbungen der Blätter muss mehrfach gespritzt werden, aber nicht während der Ernte (Karenzzeiten beachten). Alle befallenen Teile sind zu entfernen (nicht kompostieren!).

Ernte:

Nur an trockenen Tagen vornehmen, sonst schimmeln die Früchte sehr schnell.

 

Stachelbeeren

Es gibt gleich 52 Sorten, wobei die wichtigsten in den Farben rot, weiß, gelb oder grün sind. Hier trifft das gleiche wie bei der Johannisbeere zu.

Pflanzabstände:

Bei Sträuchern 1.50 Meter, bei Hochstamm 1.20 Meter. Auch hier die Hochstämme an einen Pfahl binden.

Pflanzung:

Diese ist im Oktober / November möglich. Empfohlen wird aber der Zeitraum März / April.

Düngung:

wie bei der Johannisbeere. Bei Piaphoskan blau wird diese Menge empfohlen

1. Gabe März 10 – 30 g/m² und 2. Gabe November 20 – 40 g/m²

Bewässerung:

Die Stachelbeere stellt höhere Ansprüche an die Wasserversorgung als die Johannisbeere.

Schnitt:

Nach der Pflanzung bis 5 Triebe stehen lassen und auf 4-6 Knospen zurück schneiden. In den Folgejahren die kräftigsten Triebe um die Hälfte und die schwachen Seitentriebe auf 1-3 Knospen zurück schneiden. Auch hier ist durch auslichten auf eine gute Durchlüftung zu achten.

Pflanzenschutz:

Bei Stachelbeermehltau (siehe bei Schädlingen / Krankheiten) ausschneiden und vernichten. Es kann mit Schwefelpräparaten gespritzt werden. Bei alten Sträuchern kann sich der Stachelbeerfeuerschwamm bilden. Hier ist sofort der Strauch zu roden. Bei Befall mit der Spinnmilbe sollte vor und nach der Blüte gespritzt oder mit Wofatoxstaub behandelt werden.

Ernte:

Hartreife Früchte eignen sich besonders als Konserven und auch für Kuchenbelag. Mitte bis Ende Juli sind die Beeren ausgereift und diese können zu Most / Wein oder Marmelade verarbeitet werden.

 

Himbeeren & Brombeeren sowie Heidelbeere

Himbeere & Brombeere

Auch hier gibt es mehrere Sorten, neuerdings sogar Züchtungen ohne Stacheln.

Pflanzabstände:

Mindestens 2 Meter; bei der Brombeere bis 3 Meter. Es wird ein Rankgerüst benötigt, wo die Ranken breit angebunden werden. Das hat den Vorteil gegenüber Büschen, dass die Sonne besser an die Früchte gelangt und man diese auch besser flücken kann.

Pflanzung:

Hier wird der zeitige Herbst empfohlen. Ein Abdecken der Pflanzstelle mit Mist oder organischen Material ist zu empfehlen (besonders bei der Brombeere)

Düngung:

Hier wird Stalldung empfohlen. Zugleich sind Zugaben von Stickstoff und Kali erforderlich.

Bei Piaphoskan blau: 1. Gabe August 40 – 60 g/m² und 2. Gabe November 20 – 30 g/m². Eine Kalkung ist nur aller 4-5 Jahre im zeitigen Frühjahr notwendig.

Schnitt:

Man lässt 6-8 Tragruten stehen. Die Jungruten sollen im Juni ausgedünnt werden. Die abgetragenen Ruten werden nach der Ernte, spätestens im Herbst entfernt.

Pflanzenschutz:

Beim Himbeerrutensterben befallene Ruten unter der Erde abschneiden und vernichten. Durch den Himbeerkäfer werden die Früchte madig. Hier muss bereits im Winter gespritzt werden und nochmals beim Blütenbeginn. Der Brombeerkäfer muss durch Spritzung mit Netzschwefel bis zur Vollblüte bekämpft werden.

Ernte:

Hier sind die frühen Morgenstunden zu empfehlen.

 

Heidelbeere

Die Kulturheidelbeere gibt es in vielen Sorten von mittelfrüher bis zur Herbstreife.

Boden:

Die Heidelbeeren gedeihen nur auf sauren Böden. Humöse Sandböden sind günstig und eine sonnige Lage.

Pflanzung:

Hier wird die Herbstpflanzung empfohlen. In das Pflanzloch ein Torf/Sandgemisch geben und anschließend die Pflanzstelle mit Sägespänen, Laub oder Torfmull abdecken.

Düngung:

Organischer Dünger, Komposterde oder Hühnerdung empfohlen. Dazu mit Piaphoskan blau düngen;

1. Gabe März / April 30 g/m² (bei jungen Sträuchern), sonst 60 g/m²;

2. Gabe Anfang Juni 20 g/m² (bei jungen Sträuchern), sonst 30 g/m².

Schnitt:

Nach der Pflanzung erfolgt kein Schnitt. Erst nach 3 – 4 Jahren wird ausgelichtet, erkrankte Äste werden entfernt. Die günstigste Zeit dazu ist im Frühjahr

Pflanzenschutz:

Hier können verschiedene Pilze auftreten. Bereits im Winter bis zur Blüte kann gespritzt werden. Bei Beginn der Beerenreife sind diese vor Vogelfraß zu schützen.

 

Erdbeeren

Viele Sorten erschweren die Auswahl. Die Pflanzen tragen nur bis zum 3. Jahr ertragreich und sollten dann ausgewechselt werden.

Pflanzung:

Der günstigste Zeitpunkt ist im Juli / August. Der Pflanzabstand ist 20 cm in Reihen (Reihenabstand 60 cm). Von einjährigen Pflanzen werden dann wieder die Ausläufer abgeschnitten und neu eingepflanzt.

Düngung:

Hier empfiehlt sich Stallmist, besonders vom Pferd.Dieser kann auch im Herbst als Winterschutz in die Reihen gelegt werden. Dreimal sollte mit Piaphoskan blau gedüngt werden. Ende März, Anfang Juli, Anfang August.

Dazu ist im Frühjahr Torfkompost als Grunddüngung zu empfehlen.

Entlauben:

Nach der letzten Ernte wird alles alte Laub entfernt und nur die neuen, kurzstieligen Blätter werden belassen.

Pflanzenschutz:

Hier gibt es viele Schädlinge wie Schnecken, Milben, Grauschimmelfäule usw. Letzterer beugt man durch unterlegen von frischen Stroh vor. Über die anderen Bekämpfungsmaßnahmen siehe unter Schädlingen & Krankheiten.

 

Wein (Tafeltrauben)

Tafeltrauben gibt es auch in verschiedenen Sorten und Farben, welche von süß bis herb sowie mit Kernen und kernlos reichen.

Pflanzung:

Der Wein wird an Klettergerüsten oder Hauswänden hochgezogen. Die Rebstöcke benötigen viel Wärme und Sonne und sind vor kalten Wind zu schützen. Die Pflanzlöcher sollen bis 50 cm tief sein und der Abstand sollte ca. 2 Meter betragen. Oben wird das Loch mit Stallmist abgedeckt.

Düngung:

Piaphoskan blau wird im März und Mitte Juni zugegeben. Auf 10 m² wird die Menge von 240 Gramm bis 480 Gramm benötigt, wobei die Gabe vom ersten bis zum 5. Jahr entsprechend gesteigert wird. Komposterde und Volldünger bringen auch einen höheren Ertrag.

Schnitt:

Hier ist der Formschnitt wichtig. Bis Mitte März sollte der Winterschnitt erfolgt sein. Alte Äste werden entfernt und die lose Rinde abgerissen, da sich darunter die Schädlinge aufhalten.

Pflanzenschutz:

Der Mehltau ist durch spritzen mit schwefelhaltigen Mitteln zu bekämpfen. Traubenwickler und Filzgallmilbe werden durch Wofatox bekämpft.

 

Pflanzhinweise

Die richtige Pflanzzeit ist:

Obst, Rosen, Ziergehölze im Herbst und noch im Frühjahr möglich. Empfindliche Gehölze wie Pfirsische besser im Frühjahr, wird auch bei Rosen empfohlen.

Koniferen und Immergrüne Mitte September-Ende Oktober sowie April bis Anfang Mai pflanzen Ziergehölze & Heckenpflanzen:

Tiefe wie in der Baumschule entnommen, gut wässern.

Anzahl der Pflanzen bei einreihigen Hecken 4-6 lfdm.

Obstbäume:

Grube doppelt so tief und breit, wie der ungeschnittene Wurzelkörper ist, weitere 20 cm auflockern. Nur so tief setzen, dass die Veredlungsstelle über der Erde ist. Triebe auf ⅓ bei Kernobst und auf ⅔ bei Steinobst kürzen. Nur 3-4 gut entwickelte Triebe lassen. Nach einsetzen in die Grube die Erde gut antreten und wässern.

Beerenobst:

Grube wie oben; Krone um die Hälfte zurück schneiden. Bei Stammobst Pfahl einsetzen, dieser muss bis in die Krone reichen und darf die Wurzel nicht beschädigen.

Pflanzabstände: Büsche 1,5 – 3 m, Stämme 1 – 1,5 m

Koniferen:

Ballentuch nur aufknüpfen, aber dran lassen. Beim einpflanzen Ballen gut unterfüttern, Erde antreten und wässern. Bei Herbstanpflanzung im Frühjahr wiederholen.

 

Weitere Hinweise

Jochelbeere:

Reife Anfang Juli

Lagerfähigkeit 3-5 Tage, Tiefkühlfrucht

Johannisbeere:

Reifezeit Juli, im Frühjahr düngen

Pfirsich:

Baumschnitt im Frühjahr, Mitteltrieb soll 20cm länger als die Seitentriebe bleiben,

März bis Juni düngen. Kunstdünger nicht direkt an die Wurzeln geben

Kommentare sind geschlossen.